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Green Smoothies - was steckt dahinter? alena_haurylik/Shutterstock.com

Green Smoothies - was steckt dahinter?

Grüne Smoothies sind im Trend, ob to go oder selbstgemacht. Bei der Auswahl der Zutaten sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Im Gegensatz zu Saft, der aus ausgepressten Früchten und Gemüse besteht, werden beim grünen Smoothie die Früchte und grünen Pflanzen mitsamt Blättern, Schalen und Kernen verarbeitet. Auch eher ungewöhnliche Zutaten wie Wildblumen, Blätter, Nadeln und Blüten von Bäumen und Sträuchern, ja sogar Moos und Flechten tauchen in einem Ratgeber auf. Im Internet, in Zeitschriften und Ratgebern findet man unzählige und vielfältige Rezepte, doch nicht alle sind empfehlenswert.

Nicht jedes Blatt eignet sich für grüne Smoothies

Grüne Smoothies bestehen mindestens zur Hälfte aus püriertem Pflanzengrün. Die andere Hälfte bilden Früchte. Je nach Geschmack wird die Mischung mit Wasser aufgefüllt. Klein püriert zu einem Smoothie sollen grüne Smoothies beim Abnehmen helfen, das Immunsystem stärken, körperlich und geistig fit halten und sogar Erkrankungen vorbeugen. So versprechen es zumindest die Internetseiten und Ratgeber zum Thema. Grund dafür sei der besonders hohe Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen.
Doch Vorsicht: Gemüsesorten wie Mangold und Spinat, Rote Beete und Sauerampfer enthalten reichlich Oxalsäure (über 50mg pro 100g). Das gilt vor allem für ihre Blätter, die bei der Zubereitung der grünen Smoothies mit verarbeitet werden.

Oxalsäure verhindert die Aufnahme von wichtigen Mineralstoffen wie Calcium, Magnesium oder Eisen. In großen Mengen aufgenommen, kann Oxalsäure an der Entstehung von Nierensteinen beteiligt sein.
Außerdem bilden viele Pflanzen als Schutz vor Fressfeinden so genannte ätherische Öle und Alkaloide. Auch sie sollten nicht in größeren Mengen verzehrt werden. Beispiele dafür sind Basilikum, Petersilie und Borretsch. Unbedenklich sind dagegen Kräuter wie Dill oder Zitronenmelisse.

Tipps für die Zubereitung von grünen Smoothies:

  • Hin und wieder bieten grüne Smoothies sicherlich eine geschmackliche Abwechslung. Variiere aber die Zutaten und Rezepte und verwende oxalsäurehaltige Gemüsesorten wie Spinat, Mangold, Sauerampfer und Rote Beete eher selten bzw. in verzehrsüblichen Mengen, wie du sie auch als Salat oder Gemüse essen würdest.
  • Vorsicht bei der Verwendung von Wildkräutern. Einige essbare Kräuter ähneln giftigen Sorten, wie Bärlauch (essbar) dem Maiglöckchen (giftig) oder Giersch (essbar) den Bärenklau-Kräutern (giftig). Beim Sammeln in freier Natur sollte man sich entsprechend auskennen oder auf bekannte Gartenkräuter zurückgreifen.