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Fitness-Riegel, Shakes und Cogeo-grafika/Shutterstock.com

Fitness-Riegel, Shakes und Co

Die Auswahl an „Sportlerlebensmitteln“ ist riesig. Sie reicht von Riegeln über Pulver bis hin zu Sportgetränken. Beworben werden sie z. B. mit Begriffen wie „Power Bar“, „Muscle up“ oder „BodyShaper“. Auf diese Weise erwecken sie den Eindruck, dass schon der Verzehr die Figur formen und die Muskeln wachsen lassen könnte.

Doch was bringen sie wirklich?

Energieriegel:

Riegel sind vor allem praktisch. Sie lassen sich auf Vorrat kaufen, sind lange haltbar, passen in die kleinste Tasche und können überall schnell gegessen werden.

Es gibt zwei verschiedene Sorten Riegel auf dem Markt:

  • kohlenhydratreiche Riegel zielen darauf ab, den Körper während oder nach dem Sport mit Energie zu versorgen.
  • Eiweißriegel hingegen sollen Baumaterial für die Muskulatur zur Verfügung stellen

Da Kohlenhydrate den Körper schnell mit Energie versorgen, sind kohlenhydratreiche Riegel als Zwischenmahlzeit für Sportler günstiger als Eiweißriegel.

Grundsätzlich sind Fitnessriegel für die schnelle Versorgung mit Energie im Freizeitsporttraining nicht erforderlich, auch wenn sie praktisch und transportabel sind. Mit einer abwechslungsreichen Ernährung kannst du dich ausreichend mit Nährstoffen versorgen, ohne auf spezielle Sportlerlebensmittel zurückgreifen zu müssen. Da diese häufig mit Vitaminen oder Mineralstoffen angereichert sind, kann ihr Verzehr sogar zu einer gesundheitlich bedenklichen Überversorgung mit bestimmten Stoffen führen.

Möchtest Du trotzdem Fitnessriegel kaufen, wirf vorher einen Blick auf die Zutatenliste:
Die ersten drei Zutaten bilden die Hauptbestandteile des Riegels. Positiv zu bewerten sind Produkte aus weitgehend naturbelassenen Zutaten, wie Trockenfrüchten und Getreideflocken. Riegel mit einer Schokoladen-/Fettglasur oder mit Marzipan sind aufgrund ihres hohen Fettanteils ungeeignet.
Der Kohlenhydratanteil sollte mindestens 50 % betragen, der Zuckeranteil jedoch maximal die Hälfte des Kohlenhydratanteils ausmachen. Vorsichtig: auch hinter Glucose oder Fructosesirup verbirgt sich Zucker.
Auf vermeintlich leistungsfördernde Substanzen (wie L-Carnitin oder Taurin) kann verzichtet werden, da die leistungssteigernde Wirkung für die meisten dieser Substanzen wissenschaftlich nicht hinreichend belegt ist.

Tipp:

  • Als kohlenhydratreiche, preiswerte Zwischenmahlzeiten eignen sich z. B. belegte Brote, Studentenfutter sowie Bananen und (Trocken-) Obst.
  • Müsliriegel können auch selbst aus Getreideflocken und Trockenfrüchten hergestellt werden:
    Für ca.15 Müsliriegel schneidest Du 100 Gramm Trockenfrüchte klein, mischt diese mit einer Handvoll Nüsse und 150 Gramm Getreideflocken. Dann gibst du zwei Esslöffel Butter und 150 Gramm Honig in einen Topf, lässt diesen aufkochen und rührt die Trockenfrüchte-Getreide-Mischung unter. Alles auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen und ca. 15 min in den auf 150 Grad vorgeheizten Backofen schieben. Nun einfach den noch warmen Teig in Portionen schneiden und auskühlen lassen.

Eiweißpräparate:

Eiweißpräparate werden häufig in Pulverform angeboten. Pulverförmige Eiweißpräparate werden in der Regel entweder aufgelöst in Wasser oder mit (fettarmer) Milch eingenommen. Darüber hinaus gibt es Eiweißpräparate auch als Flüssigmahlzeiten, Fertiggerichte oder Riegel.

Freizeitsportler brauchen grundsätzlich keine Eiweißpräparate. Das gilt auch für Sportler, die Wettkämpfe absolvieren. Die meisten Deutschen nehmen mit ihrer normalen Ernährung ausreichend Eiweiß zu sich. Damit lässt sich auch der erhöhte Bedarf decken, der zum Muskelaufbau durch Sport erforderlich ist. Werden zusätzlich Eiweißpräparate aufgenommen, kann das die Nieren belasten, wenn nicht gleichzeitig ausreichend getrunken wird. Wer zusätzlich Eiweißpräparate zu seiner normalen Kost aufnimmt, riskiert darüber hinaus eine Gewichtszunahme, denn die Präparate liefern zusätzlich Energie.

Für eine ausgewogene Ernährung mit einer ausreichenden Menge an Proteinen empfehlen sich eiweißreiche tierische Lebensmittel wie Eier, Fleisch, Fisch, Geflügel, Milch, Milchprodukte sowie eiweißreiche pflanzliche Lebensmittel wie Hülsenfrüchte.