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Superfood - Werbung und Wirklichkeitmarekuliasz/Shutterstock.com

Superfood - Werbung und Wirklichkeit

Sie kommen mit exotischen Namen daher, als wieder entdeckte Heilmittel von Naturvölkern aus allen Ecken der Welt. Zunehmend füllen sie auch hierzulande Supermarktregale und Online Shops und sollen angeblich gesund, schlank und schön machen. Die Rede ist von so genannten Superfoods, wie Açai und Goji Beeren, Matcha, Moringa oder Yakon – und es kommen immer wieder neue Vertreter dazu. Laut Werbung leisten diese Superfoods, was andere Lebensmittel nicht bieten können und werden daher als wahre Vitalstoffpakete und Schönheitselixiere gefeiert.

Wirklich so super?

Was ein Lebensmittel zum Superfood macht, ist rechtlich nicht definiert. Superfood ist ein reiner Marketingbegriff, der zunächst vielversprechend klingt. Doch leider fehlt zur versprochenen Superwirkung das eigentlich Wesentliche: der wissenschaftliche Nachweis, der die beworbenen Inhaltsstoffe und Wirkungen ausreichend belegen könnte. Die meisten Werbeaussagen basieren auf Untersuchungen, die im Labor stattfinden, also im Reagenzglas. Um eine gesundheitsfördernde Wirkung für den Menschen eindeutig beweisen zu können, sind Humanstudien notwendig, also Untersuchungen zur Wirkung im menschlichen Körper. Diese Studien sucht man für die meisten Superfoods bislang vergeblich.

Durch ihre meist weite Anreise sind die wenigsten Superfoods frisch bei uns erhältlich und werden häufig getrocknet oder zu Pulver verarbeitet angeboten. Welche Folgen das für die Nährstoffgehalte und die beworbenen Wirkungen hat, ist unklar. Hinzu kommt, dass aktuelle Untersuchungen der Stiftung Warentest gezeigt haben: Superfoods sind nicht unbedenklich, denn häufig sind sie stark mit Schadstoffen belastet.

Wir haben genauer hingeschaut, was Superfoods zu bieten haben. Unsere Serie stellt jede Woche ein neues Superfood vor – dranbleiben lohnt sich!