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Vitamine und Mineralstoffe - hast du genug davon?lisa_a/Shutterstock.com

Vitamine und Mineralstoffe - hast du genug davon?

Du fühlst dich schlapp und müde – wie wär’s mit Multivitaminen? Oder bist du erkältet? Zink und Vitamin C sollen dafür die Kombination der Wahl sein. Deiner Haut möchtest du etwas Gutes tun? Gilt Biotin nicht als Hautvitamin? Und für Sportler gibt’s natürlich Magnesium und und und…
Die Regale in Drogerien stehen voll von Kapseln, Tabletten und Pulvern für alle Altersgruppen und fast jeden denkbaren Verwendungszweck. Da kommen schnell Zweifel auf. Bin ich eigentlich ausreichend versorgt? Brauche ich diese Produkte? Und wenn ja, welche?

Es gibt fettlösliche Vitamine – A, D, E, K – und wasserlösliche Vitamine – wie z.B. B-Vitamine und Vitamin C. Wasserlösliche Vitamine kann der Organismus kaum speichern. Du brauchst sie daher täglich neu. Bei fettlöslichen Vitaminen werden dagegen Reserven angelegt. Dadurch, dass sie viel langsamer ausgeschieden werden, können sie aber auch leichter überdosiert werden.

Vitamine und Mineralstoffe – warum eigentlich?

Vitamine sind an unzähligen Stoffwechselvorgängen beteiligt. Da der Körper sie nicht selbst bilden kann, müssen wir sie selbst zu uns nehmen. Vitamin A schützt zum Beispiel die Haut und ist für die Augen wichtig. B-Vitamine sind für die Energieversorgung aller Körperzellen, für die Zellteilung und Blutbildung wichtig. Vitamin C unterstützt das Immunsystem.
Mineralstoffe und Spurenelemente haben ganz unterschiedliche Funktionen. So ist Kalzium wichtig für stabile Knochen, Jod für eine gesunde Schilddrüse und Eisen unter anderem zur Blutbildung. Diese Eigenschaften sind gleichzeitig die Verkaufsargumente der Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln. Sie vermitteln durch solche Bewerbungen den Eindruck, dass du ohne die Einnahme von Pulver, Kapseln und Tabletten unterversorgt sein könntest.

Mineralstoffe werden eingeteilt in Mengen- und Spurenelemente. Mengenelemente sind in größerer Menge im Körper enthalten, zum Beispiel Kalium, Kalzium, Magnesium. Wie der Name schon sagt, werden Elemente wie Jod, Eisen, Kupfer und Zink nur in Spuren (weniger als 50mg täglich) benötigt.

Vitaminpräparate – Extraportion Unnötiges?

Der beste Weg zu einer guten Nährstoffversorgung ist eine vielseitige Ernährung. Obst, Gemüse, Getreide (vor allem Vollkorn), Milchprodukte, Fleisch und Fisch liefern dir sämtliche Vitamine und Mineralstoffe in ausreichender Menge. Präparate, die zudem sehr teuer sind, brauchst du dann nicht. Denn es bringt keine Vorteile, mehr Nährstoffe aufzunehmen, als der Körper für seine Stoffwechselvorgänge benötigt. Und eine einseitige Ernährung kann auch durch Tabletten und Pülverchen nicht ausgeglichen werden.

Keine Regel ohne Ausnahmen

In manchen Fällen kann die Einnahme von Supplementen sinnvoll sein und wird sogar empfohlen. Folsäure, ein B-Vitamin, ist eines davon. Es ist an der Bildung der Nukleinsäuren beteiligt, die die Erbinformation der Zellen tragen. Wo immer sich eine Zelle neu bildet, ist Folsäure beteiligt. Deshalb ist sie besonders wichtig für Frauen, die sich ein Baby wünschen oder bereits schwanger sind.
Für Jugendliche gilt die Empfehlung, 300 Mikrogramm (µg) Folsäure pro Tag aufzunehmen. Gute Lieferanten für Folsäure sind grünes Gemüse, insbesondere Blattgemüse wie Spinat und Salate, Tomaten, Hülsenfrüchte, Nüsse, Orangen, Sprossen, Weizenkeime und Vollkornprodukte sowie Kartoffeln und Eier.