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Was bringen Haarspülungen?accord/Shutterstock.com

Was bringen Haarspülungen?

Haare können durch intensives Sonnenlicht, zu heißes Föhnen, Glätten oder Einsatz eines Lockenstabs angegriffen werden. Das Ergebnis: Sie sehen stumpf aus und der Kamm oder die Bürste kommt nicht mehr durch. Durch Haarspülungen soll laut Werbung Abhilfe geschaffen werden. Sie versprechen zu pflegen, dem Haar Glanz und Volumen zu verleihen. Doch helfen sie wirklich?
Gesundes Haar braucht keine Haarspülung. Bei aufgerauten, gespaltenen oder leicht brechenden Haaren, aber auch bei Haaren, die leicht „fliegen“, sich also elektrostatisch aufladen, kann eine Haarspülung helfen.
Das grundsätzliche Ziel einer Haarspülung ist es, die raue Oberfläche der Haare zu glätten, sie dadurch besser kämmbar zu machen und ihnen wieder Glanz zu verleihen. Der glättende Effekt wird häufig durch Silikone erreicht. Silikone machen die Haare zwar glänzend, aber häufig auch schwer und kraftlos. Zudem ist Silikon in der Natur nicht abbaubar. Wer auf Silikone verzichten will, sollte Produkte umgehen, die Inhaltsstoffe haben welche auf «-cone» und «-xane» enden.
Eine bessere Alternative ist die Verwendung von Haarspülungen von Naturkosmetikherstellern. In diesen werden in der Regel pflegende Substanzen wie Jojoba- oder Kokosöl, Seiden-, Milch- oder Weizenproteine eingesetzt.

Tipps, die eine Haarspülung im Idealfall unnötig machen:

  • Seltener zum Föhn greifen, lieber die Haare an der Luft trocknen lassen.
  • Wenn der Föhn eingesetzt wird, eine kühlere Temperatur wählen und 20 cm Abstand halten.
  • Trocken tupfen oder einen „Turban“ machen statt rubbeln. Durch das Rubbeln stellen sich die Schuppen an der Haaroberfläche auf und die Haare sind schlechter kämmbar.
  • Wer häufig mit statisch aufgeladenen Haaren kämpft, kann Kämme aus Holz oder Horn und Bürsten aus Holz und mit Naturborsten wählen anstelle von Kunststoffkämmen oder –bürsten.
  • Regelmäßiges „Spitzenschneiden“ schützt vor Spliss. Spliss kann durch kein Pflegemittel wieder repariert werden. Mittel, die das versprechen, enthalten häufig Silikone. Silikone „kleben“ den Spliss nur an, reparieren ihn aber nicht.