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Alles Öko - was ist drin, was ist dran?gam1983/Shutterstock.com

Alles Öko - was ist drin, was ist dran?

Nicht nur in Bioläden, sondern auch in Supermärkten und Discountern findest du Produkte mit der Bezeichnung „Öko“ oder „Bio“. Vielleicht bist du manchmal unsicher, was dahinter steckt, ob tatsächlich immer „Bio“ drin ist, wo damit geworben wird. Hier findest du die wichtigsten Infos dazu.

Was heißt eigentlich ökologischer Landbau?

„Bio“ (biologisch) und „Öko“ (ökologisch) ist dasselbe. Der ökologische Landbau ist eine besonders umweltfreundliche Form der Landwirtschaft, die das Zusammenspiel von Boden, Pflanze, Tier und Mensch berücksichtigen soll. Die Anforderungen an den ökologischen Landbau sind (unter anderem) in der EG-Öko-Basisverordnung geregelt.

Die so genannte Kreislaufwirtschaft beruht darauf, dass der Landwirt so viele pflanzliche Futtermittel anbaut, dass er seine Tiere damit versorgen kann. Organisches Material aus der Tierhaltung, zum Beispiel Mist, dient dann wiederum als Düngemittel. Zusätzlich wird der Nährstoffgehalt der Böden durch bestimmte pflanzenbauliche Maßnahmen verbessert (z.B. stickstoffreiche Gründüngung).

In der Praxis ist dieser geschlossene Stoffkreislauf aber nicht immer möglich. Deshalb dürfen Futter oder organische Düngemittel zugekauft werden, sofern sie den ökologischen Anforderungen entsprechen. Das sind folgende:

  • Auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel wie Unkrautvernichtungsmittel oder Insektenvernichtungsmittel wird verzichtet.
  • Chemisch hergestellte Düngemittel kommen nicht zum Einsatz.
  • Gentechnik und Lebensmittelbestrahlung sind verboten.
  • Öko-Landbau steht für artgerechtere Tierhaltung. Statt eng in Ställen untergebracht zu sein, haben die Tiere mehr Platz und Auslauf.
  • Die Tiere erhalten ökologische Futtermittel. Es dürfen keine Mittel zur Wachstumsförderung gefüttert werden.
  • Bei der Verarbeitung von ökologischen Produkten sind ca. 50 Zusatzstoffe zugelassen (bei der konventionellen Herstellung sind es ca. 320 zugelassene Zusatzstoffe). Zum Beispiel ist die Verwendung von künstlichen Aromastoffen, Farb- und Konservierungsstoffen verboten.

Woran man Bio-Produkte erkennt

Die Bezeichnungen „Öko“ und „Bio“ sind rechtlich geschützt. Das bedeutet, dass nur die Produkte, die ökologisch hergestellt wurden, sich auch mit diesen Wörtern schmücken dürfen. Jeder Öko-Betrieb wird regelmäßig kontrolliert.
Seit dem 1. Juli 2010 müssen alle verpackten Bio-Lebensmittel in der gesamten Europäischen Union mit dem EU-Bio-Logo gekennzeichnet werden. So erkennst du Bio-Produkte europaweit auf einen Blick.

Hersteller von Bio-Lebensmitteln dürfen zusätzlich zum EU-Bio-Logo auch das Deutsche Bio-Siegel, das seit vielen Jahren bekannt ist, verwenden.

Auch private Öko-Anbauverbände haben ihre Zeichen, beispielsweise Bioland und demeter, oder Öko-Handelsmarken, beispielsweise Edeka Bio oder Alnatura. Es ist nicht immer leicht, „echte“ Öko-Zeichen von anderen Zeichen und Siegeln zu unterscheiden. Wenn du dir nicht sicher bist, kannst du prüfen, ob ein Ökokontrollstellencode angegeben ist. Die Form des Codes ist rechtlich vorgegeben.

In Deutschland z.B. muss der Code wie folgt aussehen: „DE-ÖKO-000“. DE ist das Länderkürzel für Deutschland und „000“ steht für die dreistellige Nummer der Kontrollstelle.