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Das muss drauf stehen - Lebensmittelkennzeichnungvladimir_gjorgiev/Shutterstock.com

Das muss drauf stehen - Lebensmittelkennzeichnung

Achtest du eigentlich auf das Kleingedruckte auf Lebensmittelverpackungen? Oder suchst du beim Einkaufen nach bestimmten Informationen? Neben den vielen bunten Bildern und Werbeaussagen gibt es Angaben, die ein Hersteller über sein Produkt machen muss. Welche das sind, ist in der Lebensmittelinformationsverordnung festgelegt.

Was ist Pflicht?

  • Die Bezeichnung muss ein Produkt eindeutig beschreiben, so dass jeder versteht, um welches Lebensmittel es sich handelt, z.B. Roggenvollkornbrot, Tomatensauce oder Fruchtsaftgetränk.
  • Das Zutatenverzeichnis informiert über die Inhaltsstoffe. Je weiter vorne eine Zutat in der Liste steht, umso mehr ist davon enthalten. Wird eine Zutat in der Bezeichnung z.B. Champignonpizza erwähnt oder durch Abbildungen hervorgehoben, muss ihr prozentualer Anteil am Lebensmittel angegeben werden, z.B. Champignons (18 %). Bei Getränken mit mehr als 1,2 Volumenprozenten muss auch der Alkoholgehalt gekennzeichnet werden.
  • Durch die Allergenkennzeichnung werden 14 Hauptallergene (das sind die, die für den Großteil aller Lebensmittelallergien verantwortlich sind) in der Zutatenliste gekennzeichnet und (ab Dezember 2014) optisch hervorgehoben.
  • Die Füllmenge gibt die enthaltene Menge des Produktes an.
  • Verpackte Lebensmittel müssen ein Mindesthaltbarkeitsdatum tragen. Bis zu diesem Datum garantiert der Hersteller, dass das Produkt bei richtiger Lagerung weder schlecht wird noch seine Eigenschaften wie Geschmack, Geruch und Aussehen verändert. Besonders verderbliche Lebensmittel wie z.B. Hackfleisch haben ein Verbrauchsdatum (zu verbrauchen bis…).
  • Auch der Name und die Adresse des Herstellers, Verpackers oder Verkäufers stehen auf der Verpackung. So kannst du das verantwortliche Unternehmen bei Fragen kontaktieren.
  • Durch die Chargen- oder Losnummer kann festgestellt werden, mit welcher Warenpartie das Produkt erzeugt, hergestellt und verpackt wurde. Dies ist vor allem wichtig, wenn ein Produkt zurückgerufen wird.

Weitere Infos zur Lebensmittelkennzeichnung findest du in den Artikeln Lebensmittelkennzeichnung – Freiwillige Angaben und Lebensmittelkennzeichnung – So wird lose Ware gekennzeichnet