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Milch-Kompass - Mehr Plan beim Einkauf

Milch ist der beste Calciumlieferant unter den Lebensmitteln: 100 ml Milch enthalten 120 mg Calcium und unser Körper kann es daraus sehr gut aufnehmen. Wichtig ist Calcium für Knochen, Zähne, Nerven und Muskeln. Ein großes Glas Milch (250 ml) liefert bereits 38 % der täglich empfohlenen Zufuhr von Erwachsenen. Dabei ist es ganz egal, ob es sich um Vollmilch oder Fettarme Milch, Frischmilch oder H-Milch handelt. Milch und Milchprodukte liefern auch wertvolles Eiweiß, B-Vitamine und Jod. Somit sind sie wichtige Bausteine für eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung und sollten täglich auf dem Speiseplan stehen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für Erwachsene täglich 200-250 ml fettarme Milch und 2 Scheiben (50-60 g) Käse pro Tag. Die Milch kann dabei auch ganz oder teilweise durch andere Milchprodukte wie beispielsweise Joghurt oder Buttermilch ersetzt werden.

Wie lange ist Milch haltbar?
Frischmilch muss gekühlt werden. H-Milch kann ungeöffnet monatelang ohne Kühlung gelagert werden. Nach dem Öffnen ist jede Milch nur noch 3-4 Tage im Kühlschrank haltbar.

Welche Unterschiede gibt es?

Häufig werden von derselben Marke mehrere Milchsorten – Vollmilch, Fettarme Milch und Magermilch – angeboten. Der Fettgehalt muss auf der Verpackung gut erkennbar und leicht lesbar mit einer Kommastelle angegeben werden. Er bestimmt den Energiegehalt (Brennwert), sorgt aber auch für einen unterschiedlich vollen Geschmack. Wie die Sorten entstehen, zeigt die Grafik.

Erhitzungsverfahren

Um natürlich enthaltene Keime abzutöten und die Milch sicher und haltbar zu machen, wird sie erhitzt. Je nach Temperatur und Dauer der Erhitzung spricht man von Pasteurisation oder Ultrahocherhitzung. Die verschiedenen Verfahren beeinflussen die Haltbarkeit und auch den Geschmack.

Auf der Milchpackung ist nur die Kennzeichnung „pasteurisiert“ oder „ultrahocherhitzt“ verpflichtend. Alle weiteren Angaben sind freiwillig.

Mehr Infos zum Thema Milch findest du auch auf der Internetseite der Verbraucherzentrale.

Unterschiede bei der Erzeugung

Für konventionelle Milch (also Nicht-Biomilch) gibt es keine speziellen Anforderungen an die Haltungsbedingungen und Fütterung der Milchkühe. Für Biomilch schreibt die EG-Öko-Verordnung dagegen bestimmte Anforderungen vor: beispielsweise pro Tier mindestens 6 qm Stallfläche sowie 4,5 qm Auslauffläche im Freien, bevorzugt Weideland, und 60 % Raufutteranteil (zum Beispiel Heu, Gras, Silage). Der Einsatz von Gentechnik ist verboten. Ob die Anforderungen eingehalten werden, wird regelmäßig kontrolliert.

Gewusst?

Milch kommt nicht nur in die Tüte. Im Gegenteil: Nur jeder siebte Liter Rohmilch (15%) landete 2014 als Trinkmilch auf unserem Tisch. Über 40 % haben die deutschen Molkereien zu Käse verarbeitet. Aus den übrigens 15 % wurden Trockenmilcherzeugnissen wie Milchpulver oder Milchprodukte wie Joghurt, Quark, Sahne und Butter.