Checkliste Fitness-Riegel
Fitnessriegel sollen während oder nach dem Sport die Energiereserven schnell wieder auffüllen. Eiweißriegel, Energieriegel oder eine Kombination aus beidem sind im Angebot. Sie lassen sich auf Vorrat kaufen, sind lange haltbar, passen in die kleinste Tasche und können überall schnell gegessen werden.
Eine besonders gesunde Zwischenmahlzeit für den Sportler sind sie häufig aber nicht. Es lohnt sich, sich die Zusammensetzung genauer anzusehen.
Schaut mal aufs Kleingedruckte
Wenn ihr wissen wollt, woraus ein Lebensmittel besteht, findet ihr in der Zutatenliste genauere Infos. Sie ist nach der Menge der Zutaten in absteigender Reihenfolge sortiert. Das Lebensmittel, von dem mengenmäßig am meisten enthalten ist, steht also an erster Stelle. Die ersten drei Zutaten sind die wesentlichen Bestandteile des Riegels. Hier entdeckt ihr oft Glucosesirup oder Fructosesirup – also nichts anderes als Zucker.
Auch Schokolade oder Schokoladenüberzugsmasse sind als Hauptzutaten nicht gerade der Hit. Sie bringen nur „leere Kalorien“, das heißt sie enthalten kaum Vitamine und Mineralstoffe. Diese werden daher häufig zugesetzt, und zwar zum Teil in unsinnig hohen Mengen. Wenn ein Fitnessriegel 60 Prozent des Tagesbedarfs an Vitaminen liefert, klingt das zunächst super. Nehmt ihr jedoch mehr als einen Riegel und zusätzlich weitere Sportlernahrungsmittel, Multivitamingetränke oder andere angereicherte Lebensmittel zu euch, kann es schnell zu viel des Guten werden.
Riegel aus Getreide, zum Beispiel Haferflocken, oder getrockneten Früchten enthalten von Natur aus genügend Vitamine und Mineralstoffe und zusätzlich gesundheitsfördernde sekundäre Pflanzenstoffe und Ballaststoffe. Diese Riegel kommen auch ohne Aromastoffe aus – sie schmecken „von Natur aus“. Riegel auf Zuckerbasis werden dagegen in aller Regel mit Aromen aufgepeppt, damit sie überhaupt nach etwas schmecken.
1. Woraus besteht der Riegel hauptsächlich? Wie lauten die ersten drei Zutaten auf der Zutatenliste?
- Ein Riegel aus Getreide, zum Beispiel Haferflocken, und getrockneten Früchten ist eine gute Wahl.
- Von Riegeln, die in erster Linie aus Zucker (Glukosesirup, Fruktosesirup) oder Schokolade bestehen, solltet ihr lieber die Finger lassen.
2. Sind Vitamine und Mineralstoffe zugesetzt? Wenn ja, in welcher Höhe?
- Die Angabe „Prozent vom Tagesbedarf“ findet ihr auf allen Riegeln, denen Nährstoffe zugesetzt wurden.
- Ein Nährstoffzusatz von 50 Prozent des Tagesbedarfs oder mehr kann schon zu viel des Guten sein.
- Am besten ist ein Riegel aus Getreide, Trockenfrüchten und Nüssen. Er benötigt keine Nährstoffergänzungen.
3. Werden Aromastoffe zugesetzt, um den Geschmack zu erzielen?
Hier müsst ihr euch noch mal die Zutatenliste vornehmen.
- Ja? Dann habt ihr wahrscheinlich einen zuckerreichen Riegel in der Hand. Diese werden häufig mit Aromastoffen „aufgemotzt“.
- Nein? Das ist ein gutes Zeichen, denn Riegel auf der Basis von Getreide, Trockenfrüchten und Nüssen kommen ohne Aromastoffe aus.
Quelle: Verbraucherzentrale Baden-Württemberg

