Zu dünn?
Du kommst dir zu dünn vor? Dann prüfe dein Gewicht doch mal mit unserem BMI-Rechner. Er zeigt dir, ob du tatsächlich Untergewicht hast.
Wichtig ist aber nicht nur dein Körpergewicht, sondern auch, wie wohl du dich in deiner Haut fühlst.
Typische Anzeichen für Untergewicht sind, wenn du häufig frierst, dir öfter schwindlig ist oder du dich müde oder nicht leistungsfähig fühlst.
Untergewicht und Unterversorgung sind nicht dasselbe
Untergewicht muss nicht bedeuten, dass ein krank machender Mangel an Energie und Nährstoffen vorliegt. Es gibt Menschen, die trotz normaler Verzehrsmengen untergewichtig sind. Oft ist Untergewicht aber mit einer geringen Nahrungsaufnahme oder einer Essstörung verbunden. Dann kann es zur Unterernährung kommen, das heißt zu einem Mangel an Nährstoffen und/ oder Energie (Kalorien).
Eine Unterernährung kann auch die Folge einer Krankheit sein, bei der die Nahrung schlechter verwertet wird oder der Bedarf an Energie und Nährstoffen erhöht ist.
Bei einer plötzlichen, unerklärlichen Gewichtsabnahme solltest du dich deshalb ärztlich untersuchen lassen, damit die Ursache gefunden werden kann.
Eine Unterversorgung mit Nährstoffen und Energie schwächt das Immunsystem, so dass der Körper anfälliger für Krankheiten wird. Auch Kreislaufstörungen, Konzentrationsschwäche, Hormonstörungen und verminderte Leistungsfähigkeit können bei Unterernährung die Folge sein.
Deshalb ist bei Untergewicht eine ausgewogene, gesunde Ernährung wichtig, die den Körper ausreichend mit Energie und Nährstoffen versorgt.
Gesund zunehmen
Als Jugendlicher hast du einen hohen Bedarf an Energie, Vitaminen und Mineralstoffen, weil dein Körper noch im Wachstum ist.
Fettreiche Süßigkeiten und Fast Food sind für dich genauso wenig gesund wie für alle anderen, obwohl du damit vielleicht ganz gut zunehmen würdest. Sie liefern aber nur „leere Kalorien“, das heißt, sie enthalten kaum lebenswichtige Vitamine und Mineralstoffe.
Es ist deshalb wichtig, dass du viel Obst und Gemüse, Getreideprodukte am besten als Vollkorn - und Milch und Milchprodukte isst.
Gut ist, regelmäßig zu essen, am besten 6 kleine Mahlzeiten am Tag. Nimm dir Zeit dafür und lass dich nicht durch Arbeit, Telefonate, Zeitung oder Fernsehen ablenken.
Du solltest unterwegs immer etwas zu essen dabei haben. Nussmischungen oder Studentenfutter sind gut geeignet. Sie können auch griffbereit auf deinem Schreibtisch liegen. Zum Knabbern zwischendurch sind auch Käsewürfel oder Vollkornkekse gut geeignet. Sie liefern viele Kalorien, aber auch reichlich Vitamine und Mineralstoffe.
Suppen, Soßen und Gemüse kannst du gut mit Sahne, Crème fraîche, Butter oder Öl anreichern. Für Salatsoßen verwendest du am besten Öl. Das liefert viele lebenswichtige Fettsäuren. Probiere verschiedene Öle aus. Ein Salat mit Walnussöl schmeckt ganz anders als einer mit Olivenöl. Zusätzlich können Salate mit Nüssen oder Saaten (z.B. selbst angeröstete Sonnenblumenkerne oder Sesam) aufgewertet werden.
Bei den Milchprodukten darfst du fettreiche Varianten, zum Beispiel Sahnejoghurt und fettreichen Käse, auswählen.
Als nährstoffreiche Getränke eignen sich Milchmixgetränke, Kakao oder Obstsäfte.
Übrigens: Auch Bewegung an der frischen Luft ist wichtig. Das macht Appetit und ist gut für den Kreislauf.
Essstörungen
Untergewicht kann die Folge einer Essstörung sein. Mit unseren Artikeln „Der Körper als Feind“ und „Bulimie“ kannst du dich erst mal informieren. Wichtig ist dann aber, dass du dir professionelle Hilfe suchst.
Quelle: Verbraucherzentrale Baden-Württemberg

