Die Nährwertkennzeichnung
Die Nährwertkennzeichnung eines Lebensmittels findest du meist in Form einer kleinen Tabellen auf der Verpackung. Sie gibt an, wie viel Kalorien im Lebensmittel enthalten sind und welche Nährstoff-Mengen es liefert.
Grundsätzlich ist die Nährwertkennzeichnung eine freiwillige Angabe des Herstellers.
Sie wird aber verpflichtend, wenn mit einem besonderer Nährstoffgehalt geworben wird, zum Beispiel „mit 9 lebenswichtigen Vitaminen“, „fettarm“ oder „mit Calcium“.
Was und wie gekennzeichnet werden muss, ist im Lebensmittelrecht geregelt.
Mindestens der Energiegehalt (also Kalorien oder Joule) sowie die drei Hauptnährstoffe Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate sind anzugeben. Zusätzlich sind häufig Gehalte an Zucker, gesättigten Fettsäuren, Ballaststoffen und Natrium zu finden. Und wenn mit Vitaminen und Mineralstoffen geworben wird, müssen auch sie in der Liste auftauchen.
Alle Zahlen beziehen sich auf 100 Gramm, häufig gibt es zusätzlich Angaben pro Portion.
Was bringt dir die Lebensmittelkennzeichnung?
Du kannst beispielsweise erkennen, ob ein Produkt viel Fett oder Zucker enthält. In Schokolade und Schokoriegeln findest du etwa 30 bis 35 Gramm Fett, sie bestehen also zu gut einem Drittel daraus – das ist eine ganze Menge. Sind im Fruchtjoghurt oder der Müslimischung 20 Gramm Zucker pro 100 Gramm zugesetzt, dann entspricht das etwa 4 Teelöffeln.
Dabei musst du natürlich beachten, wie viel du von einem Lebensmittel normalerweise isst: 100 Gramm Salami reichen für viele Brotscheiben, 100 Gramm Joghurt sind dagegen schnell weg.
Vitaminzusätze machen Lebensmittel nicht gesund
Immer mehr Lebensmitteln werden Vitamine und/ oder Mineralstoffe zugesetzt – nicht, weil du sie brauchst, sondern weil der Hersteller gut damit werben kann. Gerade ungünstige Lebensmittel, zum Beispiel Bonbons, Fruchtgummi, Riegel und Frühstückscerealien wie Smacks wirken damit gleich gesünder. Sie stecken aber nach wie vor voller Zucker. Wenn du viel Obst, Gemüse, Milchprodukte und Vollkornprodukte isst, bringen dir Vitaminzusätze nichts.
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Quelle: Verbraucherzentrale Baden-Württemberg

