Weiße Zähne
Zähne sollen gesund sein und schön aussehen – vor allem weiß. Dafür bietet dir die Kosmetikindustrie ein
e ganze Produktpalette an: Angefangen von unterschiedlichen Zahnbürsten über Zahncremes und -seide bis hin zu speziellen Bleaching-Mitteln.
Wie viel Aufwand ist nötig, um schöne Zähne zeigen zu können?
Zähneputzen
Die wichtigste Voraussetzung für schöne Zähne ist regelmäßiges Putzen. Eine elektrische Zahnbürste ist meist etwas gründlicher als die Handzahnbürste. Allerdings nur, wenn du dir 2 bis 3 Minuten Zeit nimmst und aufpasst, dass du sämtliche „Ecken“ erwischt. Und für alle Bürsten gilt: Nach 2 bis 3 Monaten müssen sie ausgewechselt werden.
Zwischen die Zähne kommt die Bürste nicht. Für eine gründlichen Reinigung solltest du deshalb Zahnseide verwenden. Für größere Lücken gibt es auch Interdental-Bürstchen. Ob die Zahnseide gewachst oder ungewachst ist, spielt keine Rolle.
Zahnpasta soll die Wirkung der Bürste unterstützen. Hauptbestandteile sind die sogenannten Putzkörper. Ähnlich wie ein Scheuermittel helfen sie dabei, Beläge gründlich zu beseitigen. Spezielle Zahnpasten für weiße Zähne enthalten einen höheren Anteil Putzkörper und können dadurch Zahnverfärbungen noch besser entfernen. Die Zähne werden dadurch allerdings nicht weißer als es deiner natürlichen Zahnfarbe entspricht.
Bleaching
Zähne sind von Natur aus nicht weiß, sondern leicht gelblich-grau. Zusätzlich sorgen Farbstoffe aus Kaffee, Tee, Rotwein und Zigarettenrauch für eine dunklere Färbung. Zum Aufhellen gibt es verschiedene Bleaching-Produkte. Sie enthalten Bleichmittel, die Verfärbungen in der äußeren Schicht des Zahnes, dem Schmelz, verringern und dadurch aufhellen.
Das klingt erst mal verlockend. Bleaching hat aber auch viele Einschränkungen und Nachteile und das Ergebnis ist oft nicht so überzeugend:
- Erstens solltest du 16 Jahre alt sein, denn erst dann ist der Zahnschmelz ausgereift.
- Außerdem müssen deine Zähne ganz gesund sein, weil die Bleichmittel bei Karies in den Zahn eindringen und den Nerv schädigen können.
- Bleichmittel wirken nur bei natürlichen Zähnen. Füllungen, Brücken und Kronen behalten die ursprüngliche Farbe. Dadurch können Flecken entstehen.
- Als Nebenwirkung treten bei der Anwendung häufig Schmerzen am Zahnfleisch auf.
- Eine Untersuchung bei Stiftung Warentest hat gezeigt, dass die meisten Produkte nur eine geringe Bleichwirkung erzielen. Für andere ist der Unterschied vielleicht gar nicht sichtbar.
Home-Bleaching
Zum Bleachen gibt es Streifen, Gels oder Schienen. Streifen werden auf die Zähne geklebt, Gels werden mit Hilfe eines Pinsels oder Stiftes auf die Zähne aufgetragen und Schienen werden mit Bleichmittel gefüllt und an die Zähne gedrückt. Wichtig ist, dass du dich genau an die Anwendungshinweise hältst. Du musst außerdem viel Zeit einplanen, denn die Mittel müssen meist über einen Zeitraum von zwei Wochen zweimal täglich angewendet werden und haben häufig eine Einwirkzeit von wenigen Minuten bis zu einer halben Stunde.
Die Wirkung kann 1 bis 3 Jahre halten. Vielleicht musst du aber auch öfter ans Werk, zum Beispiel wenn du gerne schwarzen Tee trinkst. Häufiger als zweimal pro Jahr solltest du die Mittel aber nicht verwenden, da sie sonst dem Zahnschmelz schaden können.
Office-Bleaching
Beim Zahnarzt werden die gleichen Wirkstoffe wie beim Home-Bleaching verwendet, jedoch höher dosiert. Er fertigt außerdem eine individuelle Kunststoffschiene an, die mit dem Wirkstoff gefüllt wird. Die Ergebnisse sind besser als beim Home-Bleaching, allerdings ist es auch wesentlich teurer. Du musst mit mehreren hundert Euro rechnen, weil die Krankenkasse die Behandlung nicht bezahlt. Deshalb solltest du dich vorher beraten lassen und dich über die Behandlungskosten genau informieren.
mehr zum Thema Zähne findest du auch unter Hilfe Mundgeruch!
Quelle: Verbraucherzentrale Baden-Württemberg

