Nagellack – die besten Tipps
Mit Nagellack kannst du deine Finger glänzen lassen. Nägel aufzupeppen ist heute nicht schwer, wenn man sich erst einmal für eine Farbe entschieden hat. Doch sind die Lacke wirklich gut und gesund für die Nägel? Hier ein paar Fakten.
Es gibt verschiedene Arten von Nagelack: Farb-, Klar- und Funktionslacke. Zu den Farblacken gehören die Creme- und Pearllacke, die metallisch schimmern. Klarlacke sind farblos-transparent. Mit zugefügten Glitterpartikeln werden sie auch als Glitterlacke angeboten. Funktionslacke sollen beispielsweise Rillen füllen oder Nägel festigen. Sie werden nicht aus dekorativen Gründen angewendet.
In allen Lacken sind die folgenden Inhaltstoffe:

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Lösemittelgemisch 70% |
Hiervon hängt die Trockenzeit des Lackes ab, das Gemisch verdunstet und der Nagellack wird fest |
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Filmbildner 7- 15% |
Bilden einen harten klaren Überzug |
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Harze 7- 12% |
Sind für die Haftfestigkeit und den Glanz verantwortlich |
| Weichmacher 5- 7% |
Sorgen für die erforderliche Elastizität, damit der Lack nicht absplittert |
| Färbemittel und Hilfsstoffe 1- 5% | Durchsichtige Lacke enthalten bis zu 1% Farbstoffe, Cremelacke aber auch bis zu 5% |
Schadet Nagellack den Nägeln?
Finger und Fußnägel bestehen aus abgestorbenen Keratingewebe wie zum Beispiel auch deine Haare. Die Nägel werden durch den Lack nicht beschädigt, jedoch kann Nagellackentferner sie angreifen und die Nägel brüchig werden lassen. Ökotest untersuchte dieses Jahr Nagellackentferner - nur wenige waren empfehlenswert. Problematisch sind vor allem Nagellackentferner mit Azeton. Sie trocknen die Nägel stark aus, selbst dann, wenn sie pflegende Öle enthalten. Das kann zu Spliss führen.
Sind bedenkliche Inhaltsstoffe im Nagellack?
Nagellack kann einige bedenkliche Inhaltsstoffe enthalten, meist jedoch in sehr geringer Konzentration. Formaldehyd war früher häufig Bestandteil der eingesetzten Harze. Es kann allergieauslösend wirken, Hautreizungen hervorrufen und steht im Verdacht krebserregend zu sein. In höheren Konzentrationen ist es heute meist nur noch in Nagelhärter enthalten. Das Lösemittel Toluol kann fruchtschädigend und fortpflanzungsgefährdend wirken. In den meisten Lacken wird es nicht mehr eingesetzt oder nur in geringer Menge.
Wenn ja, worauf kann man beim Kauf achten?
Teuer bedeutet nicht immer gut. Wenn du sicher gehen willst, kannst du bei Ökotest oder Stiftung Warentest nach einer aktuellen Untersuchung schauen.
Kann Nagellack Allergien auslösen?
Allergische Reaktionen treten nur selten auf, meistens bei sehr empfindlichen Personen. Doch nicht auf dem Nagel, sondern an Körperstellen, die mit den Nägeln in Kontakt gekommen sind, wie zum Beispiel das Gesicht.
Ist Nagelhärter zu empfehlen?
Nagelhärter können Formaldehyd in höherer Konzentration enthalten. Es kann Allergien auslösen. Wenn die Nägel brüchig sind, solltest du sie lieber kurz schneiden.
Nagellackneuheiten
Schnell trocknende Nagellacke sind nichts neues. Es wird aber in der Werbung immer wieder angepriesen, dass neue Produkte noch schneller trocknen. Problematisch können die enthaltenen Lösungsmittel sein. Fakt ist jedoch, dass du eine durchschnittliche Trockenzeit von acht Minuten einplanen solltest.
Wer nicht solange warten möchte, kann seit neuem selbstklebende Nagellackstreifen benutzen. Es scheint aber nicht ganz so einfach zu sein, sie richtig zu platzieren. Außerdem passen Größe und Form nicht unbedingt zu deinen Nägeln. Ein weiterer Nachteil: Sie sind deutlich teurer als flüssiger Nagellack.
Tipps zum Nagellack
Nagellack immer nur auf saubere, fettfreie und ganz trockene Nägel auftragen.- Je besser du den Nagellack trocknen lässt, umso länger hält er. Am besten beim Lackieren mit dem Daumen beginnen, da er die längste Trockenzeit hat.
- Mehrere dünn aufgetragene Schichten halten länger als eine dicke Schicht.
- Bei kleinen Fehlern lieber nachlackieren als den Lack zu entfernen und neu zu lackieren. Das ist schonender für die Nägel.
- Um Farbunterschiede zu vermeiden, das Fläschchen vor dem Lackieren schütteln.
- Lackiere immer vom Nagelbett zur Spitze, sonst kommt der Lack unter die Nagelhaut.
- Eine Trockenzeit von etwa acht Minuten musst du einplanen. Fönen bringt nichts, da nur die obere Schicht trocknet, darunter ist der Lack noch feucht. Die Trockenzeit wird damit nur verlängert. Kaltes Wasser funktioniert auch nicht.
- Auf azetonhaltige Nagellackentferner solltest du verzichten, da sie stark austrocknend wirken.
Quelle: Verbraucherzentrale Baden-Württemberg

